Gesundheitskongress der Niedersächsischen Landesverwaltung
01. Oktober 2026
09:30 bis 16:30 Uhr
10. Gesundheitskongress der Niedersächsischen Landesverwaltung
Prävention im Fokus: Sucht, psychische Gesundheit und Digitalisierung in der Arbeitswelt
Veranstaltungsort
Ärztekammer Niedersachsen
Berliner Allee 20
30175 Hannover
Die Arbeitswelt der öffentlichen Verwaltung befindet sich in einem stetigen Wandel. Digitalisierung, der Einsatz von Künstlicher Intelligenz, neue Formen der Zusammenarbeit sowie gesellschaftliche Veränderungen und Krisen prägen zunehmend den Arbeitsalltag. Indem sich Arbeitsprozesse verändern, steigen die Anforderungen an Beschäftigte und Dienststellen. Dabei rücken auch gesundheitliche Herausforderungen, etwa im Zusammenhang mit psychischen Belastungen oder Verhaltenssüchten wie Online-Sucht, stärker in den Fokus.
Um diesen Entwicklungen erfolgreich zu begegnen, braucht es eine Landesverwaltung, die Veränderungen aktiv gestaltet und gleichzeitig die Gesundheit ihrer Beschäftigten im Blick behält. Ein gesundes Arbeitsumfeld ist dabei eine zentrale Voraussetzung für Motivation, Leistungsfähigkeit und langfristige Arbeitsfähigkeit.
Folgende Fragen stehen im Mittelpunkt des diesjährigen Gesundheitskongresses:
- Wie verändern Digitalisierung und Künstliche Intelligenz die Arbeitswelt in der niedersächsischen Landesverwaltung und welche Chancen ergeben sich für gesundes Arbeiten?
- Wie können Dienststellen den aktuellen Herausforderungen der digitalen Arbeitswelt begegnen? Welche Rolle kann das Betriebliche Gesundheitsmanagement dabei einnehmen?
- Warum ist es wichtig, Suchtproblematiken im arbeitsbezogenen Kontext zu thematisieren?
- Welche Ansätze und Instrumente unterstützen Dienststellen dabei, Veränderungsprozesse gesund, resilient und zukunftsorientiert zu gestalten?
Neben Impulsvorträgen aus der Wissenschaft bieten Praxisphasen die Möglichkeit, konkrete Ansätze kennenzulernen und Erfahrungen auszutauschen – von betrieblicher Suchtprävention über Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung bis hin zu konkreten Anwendungsmöglichkeiten von Künstlicher Intelligenz im Arbeitsalltag. Gemeinsam werden Perspektiven diskutiert, wie die niedersächsische Landesverwaltung auch in Zeiten des Wandels gesund und zukunftsfähig aufgestellt werden kann.
Eingeladen sind Akteur:innen aus Gesundheitsmanagement und Arbeitsschutz, Personalverantwortliche, Gremienvertretungen, Führungskräfte sowie alle Interessierten.
Anmeldeschluss
24.09.2026
Teilnahmegebühr
99 Euro
Veranstalter
Niedersächsisches Ministerium für Inneres, Sport und Digitalisierung
Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen Bremen e. V.
Programm
09:30 Uhr
Ankommen und Begrüßungskaffee
10:00 Uhr
Begrüßung
Ministerin Daniela Behrens, Niedersächsisches Ministerium für Inneres, Sport und Digitalisierung & Thomas Altgeld, LVG & AFS Nds. HB e. V.
10:30 Uhr
Digitalisierung und KI in der Arbeitswelt – Auswirkungen und Implikationen für Mitarbeitendengesundheit und Organisationen im öffentlichen Dienst
Prof. Dr. Martin Lange, IST-Hochschule für Management
11:15 Uhr
Nicht-stoffgebundene Abhängigkeiten – eine unterschätzte Herausforderung in der Arbeitswelt
Prof. Dr. med. Dr. phil. Astrid Müller, Medizinische Hochschule Hannover
12:00 Uhr
Mittagspause
13:00 Uhr
Parallele Praxisphase 1
14:15 Uhr
Kaffeepause
14:45 Uhr
Parallele Praxisphase 2
16:00 Uhr
Blitzlichter aus den Foren
16:30 Uhr
Ende der Veranstaltung
Moderation
Thomas Altgeld
Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen Bremen e. V.
Workshops
Workshop 1: Betriebliche Suchtprävention – Helfen statt Wegschauen
Riskanter Konsum von Alkohol, illegalen Drogen oder Medikamenten macht nicht vor den Eingangstüren von Behörden Halt. Auswertungen der Betrieblichen Erfahrungen belegen, dass frühzeitige Interventionen bei Auffälligkeiten sowie gezielte Unterstützungs- und Beratungsangebote an Beschäftigte eine wesentliche Verbesserung der Arbeitssicherheit und des Führungs- und Arbeitsklimas bewirken sowie zum Erhalt der Arbeits- und Leistungsfähigkeit der Beschäftigten bzw. zur Vermeidung langfristiger krankheitsbedingter Abwesenheiten beitragen.
Neben der Vermittlung von theoretischem Basiswissen besteht die Möglichkeit in vertrauensvoller Arbeitsatmosphäre praxisbezogen konkrete Gesprächstechniken zu erfahren und das eigene Rollenverständnis zu reflektieren
Lisa Zimmermann, Niedersächsisches Ministerium für Inneres, Sport und Digitalisierung, CARE Beratungsstelle Oldenburg
Workshop 2: Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung – Methoden zur Umsetzung in der Praxis
Vor dem Hintergrund der zunehmenden Bedeutung psychischer Belastungen in der Arbeitswelt werden in diesem Workshop Einblicke in die Prozessgestaltung der Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung vermittelt und aktuelle Ergebnisse aus dem Projekt „Gefährdungsbeurteilungen psychosozialer Belastung als organisationalen Lernprozess evidenzbasiert gestalten (Go on ’n learn)“ vorgestellt. Anschließend erhalten die Teilnehmenden die Möglichkeit, eine ausgewählte Methode praktisch anzuwenden.
Alessa Brems & Prof. Dr. Nadine Pieck, Leibniz Universität Hannover, Institut für interdisziplinäre Arbeitswissenschaft
Workshop 3: KI in der Niedersächsischen Landesverwaltung – aktueller Einsatz & Tools
Der Workshop bietet eine strukturierte Einführung in den Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der niedersächsischen Landesverwaltung – von der Einordnung und Abgrenzung über konkrete Tools bis hin zu verständlichen Prompting Grundlagen. Anhand verwaltungsnaher Beispiele werden Einsatzfelder aufgezeigt, die Arbeitsprozesse sinnvoll unterstützen und Orientierung im Umgang mit KI geben. In einem interaktiven Teil erproben die Teilnehmenden ausgewählte Anwendungsfälle und reflektieren den praktischen Nutzen für ihren Arbeitsalltag mit den Tools M365 Copilot und/oder LLMoin.
Hinweis: Bitte bringen Sie Ihren Laptop mit.
Dilan Aral, IT.Niedersachsen
Workshop 4: Umgang mit technologischen Veränderungen in Zeiten von Digitalisierung und KI /Künstliche Intelligenz im Betriebliche Gesundheitsmanagement
Der Workshop knüpft direkt am Hauptvortrag an und reflektiert gemeinsam mit Teilnehmenden die Auswirkungen der schnelllebigen technologischen Veränderungen (Selbstwahrnehmung). In einem zweiten Schritt werden erste Möglichkeiten auf Mitarbeitenden-, Team- und Organisationsebene gesammelt und diskutiert. Die Ergebnisse können im weiteren Verlauf für die eigene Arbeit angepasst und multipliziert werden.
Prof. Dr. Martin Lange, IST-Hochschule für Management
Workshop 5: Gesunde Mitarbeitende im Fokus – Präventionsangebote und offener Erfahrungsaustausch
Die Gesundheit jedes Mitarbeitenden ist ein wertvolles Gut – und die Basis für Leistungsfähigkeit, Motivation und Zufriedenheit im Arbeitsalltag. Doch wie lässt sie sich langfristig schützen? Und welche Maßnahmen der Prävention und Gesundheitsförderung funktionieren wirklich?
Der praxisorientierte Vortrag bietet Ihnen einen klar verständlichen Einblick in das Präventionsangebot der BGF-Koordinierungsstelle und zeigt anhand konkreter Beispiele, wie erfolgreiche betriebliche Gesundheitsförderung umgesetzt werden kann. Zudem bleibt Raum für einen offenen Austausch und Ihre eigenen Erfahrungen.
Stefan Dubenkrop und Julie Fliegner, BGF-Koordinierungsstelle NDS
Workshop 6: Gesundheitsorientierte Führung im Kontext hybrider Arbeitsmodelle
Im Zuge des Wandels vom traditionellen Arbeitskontext hin zu digitalen und hybriden Arbeitsmodellen verändert sich der Rahmen, in dem Teamarbeit stattfindet und Führungskräfte sowie Mitarbeitende zusammenarbeiten. Um die Gesundheitsorientierung am Arbeitsplatz weiterhin zu gewährleisten, gilt es, diese neuen Herausforderungen aktiv zu begleiten. Im Workshop wird zunächst das wissenschaftlich fundierte Konzept der Gesundheitsorientierten Führung in einem kurzen theoretischen Überblick sowie in seinen Wirkmechanismen vorgestellt. Ergänzend werden ausgewählte Ergebnisse aus Unternehmensbefragungen einbezogen, um die Relevanz und Bedeutung des Themas weiter zu schärfen. Anschließend identifizieren die Teilnehmenden in Kleingruppen zentrale Herausforderungen in hybriden Arbeitskontexten. Darauf aufbauend werden konkrete Handlungsideen entwickelt, die im Betrieblichen Gesundheitsmanagement verankert werden können.
Katharina Bruhn, Helmut-Schmidt-Universität Hamburg / Universität der Bundeswehr
Rahmenprogramm: IMPRESSION DEPRESSION – Depression erfahrbar machen
Mit der Virtual-Reality-Erfahrung (VR) IMPRESSION DEPRESSION will die Robert-Enke-Stiftung Verständnis wecken und Nicht-Betroffene über die Erkrankung aufklären. Die VR-Erfahrung ermöglicht einen Einblick in die Gefühle und Gedanken, die Symptome sowie das Erleben des Alltags einer depressiv erkrankten Person. Das Angebot besteht aus einer Einleitung, der VR-Erfahrung selbst und einer Reflexion über das Erlebte. Die VR-Erfahrung richtet sich explizit an Nicht-Betroffene. Akut oder vormals depressiv Erkrankte sollten nicht an der Erfahrung teilnehmen.
Insgesamt dauert die Teilnahme etwa eine Stunde. Um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten, bitten wir Sie, ca. 10 Minuten vor Beginn anwesend zu sein.
Zeiten:
- Slot 1: 10:00-11:00 Uhr
- Slot 2: 11:00-12:00 Uhr
- Slot 3: 13:00-14:15 Uhr
- Slot 4 14:45-16:00 Uhr


